Wie soll ich anfangen mit meiner Geschichte? Am besten ist es, ich schaffe erstmal die richtige Atmosphäre, passend zur Jahreszeit. Stellen wir uns also vor, wir würden uns alle um ein Lagerfeuer setzen, das ist schön warm und ich mag dieses zwar etwas klischeehafte, aber idyllische Bild. Denken wir uns den Funkenflug und die Verbrennungen... Continue Reading →
Gehen – kommen – bleiben
Ein Geständnis vorneweg: Ich bin ein Gewohnheitstier. Ich stelle mir so ein Gewohnheitstier übrigens wie einen kleinen, leicht mopsigen Bären vor, immer ein wenig verpeilt oder verschlafen; tapsig und ein wenig unkoordiniert, leicht grummelig, aber trotzdem ganz niedlich. In etwa so wie einen kleinen roten Pandabären. Jedenfalls, ich bin so ein Tier. Ich mag meine... Continue Reading →
Nachricht an ein Mädchen, auf einer Brücke in London sitzend
Hallo meine Liebe. Bitte entschuldige meine Direktheit, ich weiß nicht, wie ich dich sonst anreden soll, wie spricht man mit seinem 16jährigen Ich? Also falle ich am besten mit der Tür ins Haus. Mir ist dieses Foto von dir in die Hände gefallen, Sommer 1998, Städtetrip nach London mit deiner Mutter. Einfach mal ne Auszeit... Continue Reading →
Mehr als mein Gewicht
Ich bin dick. Fett. Übergewichtig. Beleibt. Kräftig. Plüschig. Eine Rubensfrau. Curvy. Plus Size. Wie auch immer. Ich weiß das, ich habe zu Hause sogar mehrere Spiegel. Nein, ich finde das nicht schön, meistens jedenfalls nicht und ich will mir auch nichts schönreden. Ich kann mich schlechter bewegen als früher, als ich noch schlanker war. Für... Continue Reading →
Von Schwerem und Leichtem, von Sonnenschein und Angst
Ja, Corona macht was mit mir, das kann ich nicht leugnen. Einiges sogar und das Wenigste davon ist gut. Etwas Gutes ist, dass ich in letzter Zeit meine Kreativität neu entdeckt habe. Sie bekommt im Moment geradezu einen Boost, ein Update, ein Frühlingserwachen. Ob trotz oder gerade wegen Corona, kann ich nicht sagen, aber ich... Continue Reading →
Wiederholungen und Neuanfänge
2018 – was war das nur mit uns beiden? (So habe ich auch schon den letzten Jahresrückblick begonnen, wie ich eben feststellen musste. Ganz unbewusst habe ich wieder diese Worte gewählt. Ob das etwas zu bedeuten hat?) Unser Anfang war recht holprig. Geradezu zäh. Wie Kaugummi hast du dich in die Länge ziehen lassen. Hast... Continue Reading →
Diese Schuhe wurden für Heldentaten gemacht
16. August 2018. Es geht los. Entgegen aller meiner Erwartungen habe ich es tatsächlich geschafft und einen Praktikumsplatz ergattert. 4 Wochen in einer großen Kölner Buchhandlung. Und ich habe Angst. Dabei ist es doch genau das, was ich wollte - schauen, wie ich mich in einer Buchhandlung fühle, zwischen den ganzen Kunden, die mich womöglich... Continue Reading →
Die besten Wege führen ans Meer: Einmal Sylt und zurück
Seit Tagen überlege ich nun schon, wie ich diesen Text möglichst intelligent einleiten kann, vielleicht mit einem schlauen, philosophischen Zitat, aber zum Thema Urlaub fällt mir nur ein: Urlaub ist ein schwieriges Thema. Für mich. Vermutlich für alle Menschen mit einer Angststörung. Ich fühle mich am sichersten in den heimischen vier Wänden. Das mag sehr... Continue Reading →
Nicht Fisch, nicht Fleisch
Jetzt sitze ich also wieder hier. Da, wo ich nie wieder sitzen wollte, im gefühlten Vorhof zur Hölle, der eigentlich ein Flur ist. Ein in freundlichem behördengelb gestrichener Flur mit schweren Metallgitterstühlen (Warum sind die so schwer? Damit sie keiner klaut? Ich bin noch nie auf die Idee gekommen, einen Metallstuhl mitgehen zu lassen. So... Continue Reading →